Ich habe gefühlt sämtliche Haushaltstipps aus dem Internet ausprobiert. Ich habe radikal ausgemistet. Dazu kamen große Putzaktionen und Challenges. Danach sah die Wohnung wieder ordentlich aus. Nur hielt das nie lange. Ein paar Tage später war die Unordnung zurück.
Irgendwann habe ich mich in meinem eigenen Zuhause kaum noch wohlgefühlt. Ich wollte nach Hause kommen und mich aufs Sofa setzen können, ohne sofort daran zu denken, was alles noch erledigt werden müsste. Besuch spontan einzuladen, war ebenfalls schwierig. Vorher hätte ich erst einmal panisch aufgeräumt.
Heute komme ich gern nach Hause. Ich habe meinen Umgang mit dem Haushalt geändert und mache jeden Tag eine kleine Aufgabe. Kein riesiges Programm. Im Kalender steht, was dran ist, und daran orientiere ich mich. Vielleicht ist das auch für dich ein Ansatz, wenn dich die Unordnung zuhause inzwischen richtig belastet.
Wenn du dich in deiner Wohnung nicht mehr wohlfühlst
Man möchte zu Hause seine Ruhe haben. Aber schon beim Hinsetzen fällt einem ein, was eigentlich noch gemacht werden sollte. Der Haushalt ist ständig im Kopf, auch wenn gerade Zeit zum Ausruhen wäre.
Manchmal kommt auch Scham dazu. Du würdest gern jemanden einladen, überlegst dann aber, wie die Wohnung aussieht, und lässt es lieber. Dabei möchtest du dich dort eigentlich geborgen fühlen und deine Ruhe haben.
Vielleicht hast du an einem freien Tag schon einmal die ganze Wohnung aufgeräumt. Hinterher warst du froh, dass endlich alles erledigt war. Nur am nächsten normalen Haushaltstag musste es irgendwie weitergehen.
Warum die Unordnung nach dem großen Aufräumen zurückkommt
Nach einem Frühjahrsputz sieht man erst einmal, was die ganze Arbeit gebracht hat. Der Schrank ist sortiert, die Wohnung aufgeräumt. Das fühlt sich gut an. Doch der normale Alltag fängt direkt wieder an.
Genau das war bei mir das Problem. Ich konnte viel auf einmal erledigen, hatte aber keine Vorgehensweise, mit der ich zwischen diesen Aktionen regelmäßig etwas geschafft habe. Deshalb musste irgendwann wieder eine große Aktion her.
Eine einmalige Aufräumaktion schafft nicht automatisch neue Gewohnheiten. Wenn du nach ein paar Tagen wieder kaum Kraft für den Haushalt hast, hilft dir der nächste umfangreiche Plan womöglich genauso wenig wie der letzte.
Radikal auszumisten war bei mir jedenfalls keine dauerhafte Lösung. Wenn dir schon für die laufenden Arbeiten die Kraft fehlt, löst ein leererer Schrank dieses Problem auch nicht.
Wenn du nicht schon wieder alles aussortieren möchtest, findest du hier meinen Beitrag Ordnung schaffen ohne Ausmisten.
Was du statt der nächsten großen Aufräumaktion versuchen kannst
Ich würde erst einmal klein anfangen. Nimm dir für heute eine Haushaltsaufgabe vor, die du auch tatsächlich zu Ende bringen kannst. Nicht gleich das ganze Zimmer. Wenn du beispielsweise alle Schränke sortieren wolltest, wäre eine einzelne Schublade schon eine deutlich kleinere Aufgabe.
Am nächsten Tag kommt eine andere kleine Arbeit dran. So musst du nicht darauf warten, dass du wieder genug Zeit für eine riesige Aufräumaktion hast. Du beschäftigst dich regelmäßig mit deinem Zuhause, ohne jedes Mal alles auf einmal erledigen zu wollen.
Die Aufgaben sollten zu deinem Alltag passen. An einem Tag mit wenig Energie ist eine große Liste wenig hilfreich. Wenn die Arbeit, die du dir ausgesucht hast, schon beim Gedanken daran zu viel wird, mach sie kleiner. Sonst beginnt das gleiche Spiel wie bei den früheren Plänen.
Probier es heute einmal aus
Schreib eine kleine Haushaltsaufgabe auf, die du heute erledigen möchtest. Achte darauf, dass sie einen klaren Anfang und ein Ende hat. Morgen suchst du dir eine neue aus. Wenn du merkst, dass du schon wieder einen halben Tag dafür einplanen müsstest, war die Aufgabe zu groß.
Wenn du einen Überblick darüber brauchst, welche Arbeiten überhaupt regelmäßig anfallen, kannst du in meine Liste der Haushaltsaufgaben schauen.
Die nächste Frage kommt spätestens morgen: Was soll ich machen?
Eine kleine Aufgabe für heute zu finden, ist meistens noch überschaubar. Schwieriger finde ich es, daraus etwas Regelmäßiges zu machen. Denn dann musst du morgen wieder überlegen. Und nächste Woche auch.
Du kannst dir dafür natürlich selbst einen Haushaltsplan schreiben. Vielleicht hast du das sogar schon einmal gemacht. Dann kennst du die Arbeit, die darin steckt: Aufgaben sammeln, auf die Tage verteilen und den Plan später wieder anpassen, wenn etwas dazwischenkommt.
Ich wollte diese Planerei irgendwann nicht mehr. Ich brauche keine weitere App und auch kein neues Karteikartensystem. Ich habe einfach einen Kalender, in dem jeden Tag eine Aufgabe steht. Das ist für mich der Unterschied.
Beim Faultier-Kalender sind die Aufgaben für das ganze Jahr schon festgelegt. Die Oberthemen wechseln wöchentlich. Du musst dir also keinen eigenen Jahresplan zusammenstellen und nach einer kurzen Challenge auch nicht wieder überlegen, wie es weitergeht.
Die Aufgaben stehen schon drin
Im Faultier-Kalender steht, welche Haushaltsaufgabe ansteht. Aufholtage sind bereits eingeplant. Wenn du keine Lust hast, deine nächsten Monate selbst durchzuplanen, kannst du diesen fertigen Ablauf nutzen.
Faultier-Kalender ansehenReicht eine kleine Aufgabe am Tag bei viel Chaos zuhause?
Wenn deine Wohnung bereits sehr unordentlich ist, wahrscheinlich nicht sofort. Eine kleine Tagesaufgabe kann nicht auf einmal alles erledigen, was sich über längere Zeit angesammelt hat. Vielleicht brauchst du zunächst eine Grundordnung. Und die Arbeiten, die täglich sowieso anfallen, verschwinden durch den Kalender auch nicht.
Für mich liegt der Nutzen gerade darin, dass ich neben dem normalen Haushalt regelmäßig eine weitere Sache erledige. Die kleinen Aufgaben verteilen sich über das Jahr. Ich muss dafür nicht immer wieder einen kompletten Aufräumtag einplanen.
Zum Thema dauerhaft Ordnung halten gibt es auf meinem Blog einen eigenen Artikel.
Und wenn du mehrere Tage keine Energie hast?
Nach einer Pause entsteht schnell das Gefühl, mit dem Plan wieder hinterherzuhängen. Dann liegen plötzlich mehrere Aufgaben vor dir, obwohl du gerade erst wieder anfangen möchtest.
Im Faultier-Kalender gibt es deshalb Aufholtage. Eine Aufgabe, die liegen geblieben ist, kann später noch erledigt werden. Du musst nicht jeden verpassten Tag sofort zusätzlich abarbeiten. Und weil der Kalender undatiert ist, kannst du ihn auch nach einer Unterbrechung weiterverwenden.
Es kann trotzdem Tage geben, an denen nur das Nötigste geht. Dann wird die zusätzliche Aufgabe eben nicht erledigt. Ob du eine Aufgabe liegen lässt, sagt nichts darüber aus, ob du ein ordentlicher Mensch bist.
Gerade wenn man schon viele Methoden versucht und wieder aufgegeben hat, ist dieser Punkt wichtig. Nach einer Pause wieder bei null anfangen zu müssen, würde die Sache nur unnötig schwer machen.
Wenn du allgemein weniger Aufwand mit dem Haushalt haben möchtest, findest du dazu meinen Beitrag Haushalt leichter machen.
Ich bin heute wieder gern zu Hause
Ich kann mich inzwischen aufs Sofa setzen, ohne dass mir sofort sämtliche unerledigten Aufgaben ins Auge springen. Und wenn jemand vorbeikommen möchte, muss ich vorher nicht mehr panisch aufräumen. Darauf bin ich wirklich stolz.
Das ist meine Erfahrung, keine Garantie für jede Wohnung. Mir hat es geholfen, die vielen großen Aktionen hinter mir zu lassen und regelmäßig eine kleine Aufgabe zu machen. Dass ich mir nicht auch noch jeden Tag überlegen muss, welche das sein soll, macht es für mich leichter.

Wenn du nicht wieder selbst einen Haushaltsplan schreiben möchtest
Der Faultier-Kalender nimmt dir die Auswahl der kleinen Tagesaufgaben ab. Du bekommst einen fertigen Ablauf für das ganze Jahr und kannst nach Pausen wieder weitermachen.
Vielleicht ist das genau die Hilfe, die dir bisher gefehlt hat, um regelmäßig etwas für dein Zuhause zu tun. Du kannst den Kalender einmal kaufen und später erneut verwenden.
- 365 Tage mit Aufgaben und Aufholtagen
- Wöchentlich wechselnde Oberthemen
- 12 undatierte Monatsseiten
- Digitales PDF zum Selbstausdrucken
Einmaliger Kauf, kein Abo. Du erhältst den Kalender als Download.

