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Im Bad steht ein voller Wäschekorb. Auf dem Wäscheständer hängt noch die Ladung von gestern, im Schlafzimmer liegt saubere Kleidung auf dem Stuhl. Die Waschmaschine läuft trotzdem schon wieder. So kann man ziemlich regelmäßig waschen und trotzdem das Gefühl haben, die Wäsche nimmt langsam die Wohnung ein.
Wenn du deine Wäscheberge in den Griff bekommen möchtest, schau zuerst auf den ganzen Weg der Wäsche. Oft hängt es an einer einzigen Stelle. Vielleicht ist das Einsammeln umständlich. Vielleicht bleibt die trockene Wäsche im Korb stehen. Oder das Falten dauert so lange, dass du es immer wieder verschiebst.
Hier geht es einmal durch den kompletten Wäschekreislauf, vom Ausziehen bis zum Schrank. Du kannst dabei herausfinden, wo es bei dir hakt und diesen Teil einfacher machen. Mehr Waschen ist dafür häufig gar nicht nötig.
Tipp der Autorin
Bevor du eine neue Aufgabe beginnst, schau kurz auf den nächsten Schritt im Ablauf. Ist dort noch etwas offen, erledige das möglichst zuerst. So entstehen weniger Zwischenstationen, an denen sich die Wäsche wieder stapelt.
Wäscheständer abnehmen
Neue Waschmaschine starten
Sauberen Wäschekorb leeren
Nächste Ladung abnehmen oder aufhängen
Trockene Wäsche sortieren oder einräumen
Den nächsten Wäschekorb bearbeiten
Warum trotz laufender Waschmaschine Wäscheberge entstehen
Eine Ladung beginnt lange vor dem Einschalten der Maschine und endet auch nicht mit dem Piepen. Kleidung wird ausgezogen, gesammelt, manchmal sortiert, gewaschen, getrocknet, abgenommen und wieder eingeräumt. Die Maschine erledigt davon nur einen Teil.
Bleibt zum Beispiel trockene Wäsche regelmäßig im Korb stehen, entsteht der Berg nach dem Waschen. Läuft die Maschine häufiger, wird dieser Berg eher größer. Ähnlich sieht es aus, wenn der Wäscheständer tagelang voll bleibt oder vor jeder Ladung erst Kleidung aus drei Zimmern zusammengesucht werden muss.
Betrachte die Wäsche einmal als Weg durch die Wohnung. Wo wird sie abgelegt? Wo wartet sie? An welcher Stelle tauchen immer wieder dieselben Körbe oder Stapel auf?
Bleibt noch mehr liegen?
Wenn sich auch andere Haushaltsaufgaben ständig stauen, findest du hier typische Ursachen und konkrete Möglichkeiten, sie einfacher zu machen.
Probleme durchgehenSo kannst du deine Wäscheberge in den Griff bekommen
Geh den Ablauf einmal so durch, wie er bei dir wirklich passiert. Deine geplante Version kannst du für diesen Moment vergessen. Schau nur darauf, wo die Wäsche tatsächlich landet.
Wo bleibt deine Wäsche hängen?
- Steht der Wäschekorb dort, wo Kleidung meistens ausgezogen wird?
- Liegt Schmutzwäsche regelmäßig in mehreren Räumen?
- Musst du vor jeder Waschladung erst lange sortieren?
- Ist der Wäscheständer oft noch voll, wenn die nächste Maschine fertig ist?
- Bleibt saubere Wäsche in der Maschine, im Trockner oder in einem Korb?
- Wandert trockene Wäsche erst auf einen Stuhl, aufs Sofa oder in einen zweiten Korb?
- Liegt fertig gefaltete Kleidung herum, weil sie nicht eingeräumt wird?
- Faltest oder sortierst du Dinge aufwendiger, als es für dich nötig wäre?
Du kannst deine Wäscheberge in den Griff bekommen, ohne den ganzen Ablauf umzubauen. Bei welchem Punkt fällt dir sofort ein konkreter Stapel ein? Da würde ich anfangen. Ein neues System für den ganzen Haushalt brauchst du dafür erst einmal nicht.
Schmutzwäsche so sammeln, dass kein Extraweg entsteht
Ein Wäschekorb sollte da stehen, wo er gebraucht wird. Liegt Kleidung jeden Abend neben dem Bett, während der Korb im Bad steht, entsteht täglich ein kleiner Extraweg. Dann landet die Kleidung schnell erst einmal neben dem Bett.
Manchmal reicht ein zweiter Korb im Schlafzimmer. Anderswo funktioniert ein gemeinsamer Sammelplatz besser. Vorsortieren spart nur dann Arbeit, wenn die Kategorien wirklich genutzt werden. Fünf Körbe mit kleinen Restmengen machen das Waschen eher umständlicher.
Ein voller Korb kann das Signal für die nächste Ladung sein. Dann fällt die Frage weg, ob heute gewaschen werden sollte. Wie schnell der Korb voll wird, hängt vom Haushalt ab. Einen festen Waschtag brauchst du dafür nicht.
Wenn viele kleine Aufgaben gleichzeitig offen sind
Aufgaben kleiner machen
Im 14-Tage-Workbook arbeitest du mit kleinen Haushaltsaufgaben und legst auch einfachere Varianten für Tage mit wenig Energie fest. Das passt besonders dann, wenn die Wäsche nur einer von mehreren Punkten ist, die sich gerade sammeln.
Workbook ansehenVor dem Waschen kurz auf den Wäscheständer schauen
Bevor du eine neue Maschine startest, schau auf den nächsten Schritt. Ist der Wäscheständer frei? Kann die Ladung später in den Trockner? Hast du heute noch genug Luft, um nasse Wäsche wenigstens aufzuhängen?
Ist der Wäscheständer voll, kann das Abnehmen der trockenen Sachen gerade sinnvoller sein als eine weitere Maschine. Sonst wartet die nächste Ladung nass in der Trommel oder landet auf einem zweiten Ständer, einer Tür oder einer Stuhllehne.
Eine Ladung muss auch nicht sofort komplett erledigt sein. Denk nur den nächsten Schritt mit. Die nasse Wäsche braucht nach der Maschine irgendwo hin.
Wann ist eine Waschladung fertig?
Für diesen Ablauf zählt eine Ladung erst dann als fertig, wenn die Kleidung wieder an ihrem Platz liegt. Das soll keine neue Pflicht sein. Die Definition macht nur sichtbar, wie viele Ladungen gerade noch offen sind.
Stehen zwei Körbe mit sauberer Wäsche im Schlafzimmer und der Wäscheständer ist noch voll, sind mehrere Ladungen gleichzeitig offen. Eine weitere Maschine löst an diesem Punkt wenig.
Nimm dir dann eine dieser offenen Ladungen. Vielleicht räumst du nur Unterwäsche und Schlafsachen direkt in die Schubladen. Vielleicht leerst du erst den Wäscheständer. Sobald wieder Platz im Ablauf ist, kann die nächste Maschine sinnvoll sein.
Heute ist kaum Zeit?
Wenn Wäsche und andere Aufgaben gleichzeitig drängen, kannst du mit einer begrenzten Haushaltsstunde zuerst das Nötigste erledigen.
1-Stunden-Anleitung ansehenSaubere Wäsche möglichst ohne Zwischenparkplatz wegräumen
Der saubere Wäschekorb ist schnell ein dauerhafter Zwischenparkplatz. Eigentlich soll die Kleidung nur kurz hinein. Dann steht der Korb im Schlafzimmer, später liegt noch etwas oben drauf und drei Tage danach wird schon aus dem Korb gelebt.
Halte den Weg vom Trocknen zum Schrank möglichst kurz. Stehen die Kleiderschränke überwiegend im Schlafzimmer, sortiere die Wäsche am besten dort. Dann muss der fertige Stapel nicht noch einmal quer durch die Wohnung.
Bei mehreren Personen reicht oft eine grobe Sortierung nach Person. Die Stapel gehen danach direkt in die jeweiligen Zimmer. Ein eigener Korb lohnt sich nur, wenn er anschließend auch geleert wird.
Falten darf deutlich einfacher sein
Unterwäsche muss nicht aussehen, als käme sie aus einem Schaufenster. Schlafshirts, Sportkleidung oder Handtücher brauchen ebenfalls keine aufwendige Falttechnik, wenn genau das dazu führt, dass der saubere Korb tagelang stehen bleibt.
Schau bei den Sachen, die am häufigsten liegen bleiben: Müssen sie überhaupt gefaltet werden? Unterwäsche kann direkt in eine Schublade, Schlafkleidung in ein Fach, Handtücher können schlicht zusammengelegt werden. Wenn die Sachen am Ende dort landen, wo du sie wiederfindest, reicht das.
Manchmal liegt das Problem allerdings im Schrank selbst. Wenn jede Schublade vollgestopft ist und saubere Kleidung kaum noch hineinpasst, wird auch ein guter Wäscheablauf zäh. Dann lohnt sich ein eigener Blick auf die Kleidungsmenge.
Im Schrank ist kein Platz?
Wenn das Einräumen jedes Mal an vollen Fächern scheitert, kannst du den Kleiderschrank unabhängig vom Wäscheablauf einmal gründlich aussortieren.
Ausmist-Anleitung lesen
Wenn der Haushalt gerade schnell zu viel wird
14 Tage mit kleineren Aufgaben
Im Workbook teilst du Haushaltsaufgaben so auf, dass sie auch mit wenig Energie noch machbar bleiben. Für einzelne Aufgaben kannst du eine Mindestversion festlegen und unnötige Schritte streichen.
Bei der Wäsche bleiben oft die kleinen Schritte rund um die Maschine liegen. Im Workbook kannst du solche Abläufe einzeln durchgehen und vereinfachen.
Für den Wäscheablauf selbst brauchst du das Workbook nicht.
Eine kleine Version für volle oder schlechte Wochen
Manche Wochen sind einfach voll. Dann reicht es, dafür zu sorgen, dass dir die Sachen nicht ausgehen, die du wirklich brauchst.
Nimm zuerst Unterwäsche, Arbeitskleidung, Handtücher oder andere Dinge, die in den nächsten Tagen gebraucht werden. Weniger wichtige Wäsche bleibt im Schmutzwäschekorb. Sie ist dort besser aufgehoben als halb gewaschen und halb sortiert an mehreren Stellen in der Wohnung.
Auch beim Einräumen kannst du kürzen. Unterwäsche direkt in die Schublade. Schlafsachen ins Fach. Kleidung, die nicht knittert, muss nicht ordentlich gestapelt werden. In so einer Woche darf die einfachste funktionierende Variante reichen.
Falls bereits mehrere saubere Ladungen herumstehen, starte erst einmal keine neue. Räume einen Korb leer oder nimm den Wäscheständer ab. Danach kannst du neu entscheiden. So wächst der offene Teil des Wäschekreislaufs nicht immer weiter.
Was ist heute wirklich dran?
Mit der Haushaltsaufgaben-Liste kannst du Wäsche neben anderen Aufgaben einordnen und Dinge, die warten können, bewusst nach hinten schieben.
Aufgaben einordnenFang bei dem Stapel an, der schon da ist
Willst du deine Wäscheberge in den Griff bekommen, brauchst du heute keinen neuen Waschtag und auch keine zusätzlichen Körbe auf Verdacht. Schau zuerst auf die Wäsche, die gerade herumliegt.
Steht der größte Berg vor der Waschmaschine, prüfe Sammeln und Sortieren. Ist der Wäscheständer dauerhaft voll, räume dort Platz frei, bevor die nächste Ladung startet. Liegt saubere Wäsche auf Stühlen oder im Korb, vereinfachst du zuerst Falten und Einräumen.
Geh heute einmal durch die Wohnung und such die Stelle, an der sich am meisten Wäsche gesammelt hat. Schau dir dann den Schritt direkt davor an. Den veränderst du zuerst.

